Spielen in der geschlechtersensiblen Pädagogik


Description

Inhalter

Schon im sehr jungen Alter nehmen Kinder sowohl ihr eigenes Geschlecht, als auch das anderer Personen um sich herum wahr. Anhand des Verhaltens Ihrer Eltern und anderen Bezugspersonen, wie beispielsweise ihrer Erzieher*innen und ihrer Peers lernen Kinder schnell, was Geschlecht ist und wie sich die verschiedenen Geschlechter zu verhalten haben. Diese Wahrnehmungen werden von den Medien und der Spielzeugindustrie weiter verstärkt, sodass klare Geschlechterrollen bereits sehr früh bei Kindern gefestigt sind.
Diese teilweise sehr starren Geschlechterrollen können Hürden für die individuelle Entfaltung von Kindern (und Erwachsenen) darstellen. Die bis hin zu pedantisch aufgetragenen Fixierungen dessen, was weiblich, beziehungsweise männlich ist, begleiten uns tagtäglich und konstruieren so zwei klar definierte Geschlechteridentitäten, die von der Welt um uns herum kontinuierlich bestätigt werden. Diese Geschlechteridentität beeinflussen fast alle unsere Lebensbereiche: von getragener Kleidung über bevorzugte Farben bis hin zu lebensdefinierenden Entscheidungen.
In diesem Workshop wird den Teilnehmenden kooperativ dargestellt, welches Potenzial den Kindern ermöglicht wird, wenn diese Geschlechterstereotypen überwunden werden und wie dies im Berufsalltag umgesetzt werden kann.
Um den Kindern eine Welt frei von Stereotypen zu gestalten, bedarf es an Eigenreflexion über persönlich verinnerlichte Geschlechterrollen und -stereotypen. Neben dieser Eigenreflexion befassen sich die Teilnehmenden mit dem Spielverhalten und dem Spielmaterial, welches in ihrer Einrichtung aufzufinden ist. Der/die Teilnehmer*in soll nach dieser Weiterbildung die Möglichkeit haben kritisch auf Spiel- und Arbeitsmaterial zu schauen, um mögliche versteckte Stereotypen zu identifizieren und diese aktiv mit den Kindern zu thematisieren und zu hinterfragen.

Methoden

Impulsreferate, Klein- und Großgruppenarbeiten, Übungen, Reflexion, Alltagsdiskussionen

Zieler

Bewusstes Wahrnehmen von Geschlechterzuschreibungen und professioneller Umgang mit diesen
Geschlechtersensible Pädagogik kennenlernen und im Alltag gekonnt einsetzen
Reflexion über eigene Rollenwahrnehmung und versteckte Stereotypen
Zwischen Geschlecht und Gender unterscheiden
Spielmaterial gezielt einsetzen können
Den Unterschied zwischen stereotypischem und nicht stereotypischem Material erkennen

Zielgrupp

Personnel éducatif

Themeberäich

Développement de l'enfant et du jeune

Spezifikatioun (INCL/PL)

Non-spécifique

  • Sur demande
  • Petite Enfance 0-4 ans
  • Enfants Scolarisés 4-12 ans
  • Luxembourgish
  • FEDAS-153