In Luxemburg mangelt es an bezahlbarem Wohnraum, und die Zahlen belegen das. Bei der Volkszählung RP2021 wurden 250.673 Wohnungen gezählt, doch waren einige der damaligen Angaben (zu Mieten oder Wohnflächen) nicht komplett, was die Analyse unvollständig macht. Rechnet man die bis 2025 fertiggestellten Häuser hinzu, verfügt das Land über etwa 265.000 Wohnungen mit durchschnittlich 2,6 Personen pro Haushalt.
Auch wenn die beiden größten öffentlichen Akteure bauen und sanieren (mit mehr als 2.500 Wohnungen, die Ende 2025 im Bau sein werden), bleibt das Angebot zu gering. Der gesamte Bestand an erschwinglichem Wohnraum lässt sich auf etwa 10.000 Wohnungen für rund 26.000 Menschen schätzen, was nur 3,8 % aller Wohnungen entspricht. Gleichzeitig schätzt das STATEC, dass mehr als 130.000 Menschen von Armut oder sozialer Ausgrenzung betroffen sind.
Die Nachfrage nach bezahlbarem Wohnraum übersteigt das Angebot bei weitem: Allein laut dem RENLA-Register warteten am 1. April 2026 fast 9.500 Haushalte auf eine bezahlbare Mietwohnung, während die derzeit verfügbaren bezahlbaren Mietwohnungen nur die Hälfte davon ausmachen. Um diese Situation zu beheben, müsste der Wohnungsbau deutlich gesteigert werden (laut Artikel um etwa 6.000 Wohnungen, vorwiegend im erschwinglichen Segment) und vor allem die tatsächliche Lage anhand umfassender nationaler Register besser erfasst werden, um die öffentliche Politik wirksam zu steuern.
Letztendlich ist eine sichere Wohnsituation unerlässlich, um prekäre Lebensverhältnisse zu vermeiden, Ausgrenzung vorzubeugen und im schlimmsten Fall Obdachlosigkeit zu verhindern.